Kann man Katzen erziehen?

Aktualisiert: 14. Juni 2018

Die Antwort auf diese Frage lautet JA. Katzen lernen genau so schnell und voller Freude wie Hunde. Man muss nur wissen wie...



"Katzen kann man nicht erziehen. Katzen sind sturköpfig und machen nur das, worauf sie gerade lust haben." Auch wenn der Volksmund das behauptet, stimmt es Gottseidank nicht.


“Habt ihr eure Prioritäten einmal festgelegt, solltet ihr auch dabei bleiben."

Heute erklären wir euch wie ihr eure Katze erziehen könnt und ihr abgewöhnt eure geliebte Einrichtung zu zerstören.


1. Prioritäten


Als Erstes müsst ihr euch ganz genau überlegen was eure Katze darf und was nicht. Am besten werdet ihr euch darüber im klaren bevor die Katze bei euch einzieht. Besprecht auch mit eurem Partner was ihm/ihr wichtig ist, damit ihr beide an einem Strang ziehen könnt.

Habt ihr eure Prioritäten einmal festgelegt, solltet ihr auch dabei bleiben.


2. NEIN sagen


Aber wie genau bring ich meiner Katze bei nicht auf den Schreibtisch zu springen?

Eigentlich ist es ganz einfach. Als Erstes legt ihr ein Wort fest wie "nein" oder "stopp", welches der Katze signalisiert, dass sie etwas falsch gemacht hat. Idealerweise ist das Wort einsilbig.

Jedes Mal wenn die Katze auf den Schreibtisch springt, sagt ihr laut und energisch euer ausgewähltes Wort. Wir benutzen das Wort "nein". Danach setzt ihr eure Katze vom Schreibtisch auf den Boden. Das wiederhohlt ihr so oft, bis eure Katze verstanden hat, dass der Schreibtisch tabu ist. Das kann einige Wochen dauern, also gebt nicht gleich auf!



3. Konsequenz

Das Allerwichtigste ist, dass ihr keine Ausnahmen macht! Möchtet ihr z.B nicht, dass eure Katze auf den Schreibtisch springt, dann müsst ihr jedes, wirklich jedes Mal aufstehen und sie herunternehmen. Egal wie gemütlich ihr gerade auf der Couch oder im Bett liegt.

Eure Katze kann nicht zwischen einer Ausnahme und der Regel differenzieren. Macht ihr einmal eine Ausnahme, hält sie es beim nächsten Mal für selbstverständlich und wird nicht verstehen, wieso ihr mit ihr schimpft.



4. Die Trotzphase

Ab einem gewissen Zeitpunkt hat eure Katze ganz genau verstanden, dass sie nicht auf den Schreibtisch darf. Und genau das wird sie nutzen um euch in den Wahnsinn zu treiben. Sie setzt es ganz gezielt ein um euch zu ärgern. Erst ein schneller Blick zu euch um sich zu versichern, dass ihr auch zuschaut, und dann mit einem Satz auf den Schreibtisch. Das hat uns schon viele Nächte und Tränen gekostet. Aber es zahlt sich aus konsequent zu bleiben!


5. Meine Katze Kratzt an Wänden und Möbeln


In diesem speziellen Fall reicht ein einfaches "nein" nicht aus. Zusätzlich müsst ihr eurer Katze eine Alternative bieten. Am besten stellt ihr in jedem Zimmer mindestens ein Kratzmöbelstück für eure Katze auf. Das kann ein Kratzbaum oder auch Kratzpappe sein.

Jedes Mal, wenn sich eure Katze nun an eurem Sofa oder eurer Wand vergeht, sagt ihr laut und energisch "nein" und setzt eure Katze an den Kratzbaum. Es wird nicht lange dauern, bis sie eure Möbel und Wände nicht mehr anrührt. Und ja, auch hier dürft ihr keine Ausnahme machen.